Wechselchoke

Was zeichnet einen guten Choke aus?

Neben den Chokes der Hersteller gibt es noch eine Reihe von Wechselchokes von Firmen, die sich nur auf das Herstellen von Chokes spezailisiert haben.

Als aller erstes sollte der Choke natürlich niedrige Fertigungstoleranzen sowie eine lange Haltbarkeit haben. Die ersten Wechselchokes wurden aus Stahl gefertigt und hatten somit auch ein nicht zu vernachlässigendes Gewicht. Manche fanden es gar nicht so schlecht ein paar Gramm mehr am Laufende zu haben, da sich dadurch die Balance mancher Flinten zum Vorteil entwickelt. Das ist aber nicht Sinn der Sache. 

 

Ein Choke sollte somit möglichst Gewichtsneutral sein, um die Balance der Flinte nicht zu beeinflussen. Da ist Stahl nicht unbedingt der richtige Werkstoff. Heute werden Chokes in Stainless Steel oder in Titan hergestellt. Auf jeden Fall wird bei allen Fertigungsvarianten darauf geachtet. Beispielsweise wiegt ein Krieghoff Titanium Choke nicht mehr als 16 Gramm. Ein Beretta Optima Choke aus Stahl wiegt dagegen 32 Gramm. Jetzt kann man vortrefflich darüber diskutieren, ob der Unterschied wirklich kriegsentscheident ist oder ob man den vernachlässigen kann. 

Neben Gewicht und Qualität gibt es noch geportete Chokes, die an dem Stück, das nach der Laufmündung offen liegt, seitliche öffnungen haben. Die sollen zum einen das Hochschlagen des Laufs (Muzzle Flip) und den Rückschlag (Recoil) verringern.


Briley

Der Pionier in Sachen Wechsel­chokes ist sicherlich die Firma Briley aus Housten in den USA. Seit mehr als 30 Jahren baut Briley Chokes für die meisten Hersteller von Sportflinten. Auf der Internetseite von Briley kann der Schütze nachschauen, ob der Hersteller auch Chokes für die eigene Flinte im Programm hat.

Einfacher ist es allerdings, beim deutschen Importeuer Jürgen Hubbermann aus Visbeck nachzufragen. 

Jäger & Schützentreff 

Jürgen Hubbermann
Erlte 62 a
49429 Visbek

Tel.: 0?44?45/71?40
www.jst-hubbermann.de

Die meisten Chokes hat Jürgen Hubbermann im Programm. Das was er nicht vorrätig hat, kann er direkt vom Hersteller bestellen.

www.briley.com

Zum Bild: Geporteter Lauf von Briley soll das Hochschlagen und den Rückstoß verringern. Dazu sollen die Schrote in Rotation gebracht werden, um eine gleichmäßigere Deckung zu erzeugen.


Rhino

Unter www.rhinochokes.com findet sich ebenfalls ein Hersteller, der schon seit Jahrzehnten Chokes für alle Sportflinten baut. 1994 brachte Rhino den ersten geporteten Choke auf den Markt und verwies darauf, dass das Hochschlagen um 15 % reduziert wird. Ein weiteres Highlight war die Tatsache, dass der Choke die Trennung von Schrotbecher und Schroten förderte und somit die Beeinträch­tigung des Bechers auf die Deckung deutlich reduziert wurde. Damit konnte eine bessere Deckung erzielt werden.


Comp-n-Choke

Ähnlich wie Rhino hat sich Com-n-Choke früh auf geportete Chokes für den Sportbereich konzentriert. Charakteristisch sind die sehr langen geporteten Chokes, die meist um das Doppelte länger sind als vergleichbare Chokes.

Auch Comp-n-Choke hat sich sehr mit dem Trennen von Schrotbecher und Schroten beschäftigt und bremst den Schrotbecher am Laufende ab. Das soll die Deckung verbessern.

Durch den langen geporteten Bereich soll sich ebenfalls deutlich der Rückschlag verringern.

http://www.comp-n-choke.com


Teague

Die englische Firma Teague hat eine ähnliche Tradition wie Briley in den USA.

Teague Chokes werden hochpräzise in CNC-Fräsmaschinen gefertigt und liegen generell in drei verschiedenen Fertigungsvarianten vor.

Laufbündig, Extendet und Geportet. Den Vertrieb in Deutschland übernimmt wie bei Briley Jürgen Hubbermann.


Trulock

Ein weiterer Hersteller von Chokes ist Trulock aus den USA.

Über den Shop kann man über den Flintenhersteller die passenden Chokes bestellen. Trulock zeichnen sich durch extreme Haltbarkeit aus.

Die Chokes sind sehr unempfindlich gegen Verschmutzung und Rost. Trulock eine sehr farbenfrohe Titanium-Aloi-Serie. 

www.trulockchokes.com

 


 

Text und Bild: Dominik Allartz