Im Porträt: Augustinus von Papen

Als wir die Porträtreihe von in Deutschland praktizierenden Flintentrainern begonnen haben, war uns klar: anders als im Mutterland des Flintenschießens England, wo große Verbände ein Jahrhundert lang die Szene geordnet und gestaltet haben, würden wir es hier in Deutschland mit sehr unterschiedlichen Lebenswegen zu tun haben. Ebenfalls erwartungsgemäß machen aber gerade die unterschiedlichen Entwürfe und Lebensgeschichten die Sache spannend. Zu denen, die wir vorstellen, unterhalte ich seit Jahren und Jahrzehnten berufliche Verbindungen. Abseits aller Lebensläufe habe ich deshalb von den meisten Flintenlehrern ein paar markante Merkmale im Kopf. So bringe ich mit dem Namen „Augustinus von Papen“ spontan drei Dinge in Verbindung. Unwillkürlich denke ich an die Geschichte von dem „Waggon voll Schrotpatronen“. Diese Geschichte erzählen viele, und von Papen hat sie seit langer Zeit auf seiner Homepage. Die meisten, die über Wagenladungen von Schrotpatronen sprechen, wollen damit sagen, man müsse diese erst mal verschossen haben, um am Ende eines langen Leidensweges Wurfscheiben treffen zu dürfen. Von Papen erzählt sie von der anderen Seite. Es könne einfach nicht sein, dass man Flintenschützen so etwas zumute und sie einem solchen Frust aussetze, sagt er. Als nächstes fällt mir seine Empfehlung ein, beim Flintenschießen nicht einfach nur die Wurfscheibe anzusehen, sondern sich auf eine bestimmte Stelle von ihr zu konzentrieren, beispielsweise auf den linken Rand. Und schließlich habe ich Bilder seines wunderschönen Schießstandes Heisterberg vor meinem geistigen Auge. Doch nun der Reihe nach …

Das Jahr neigt sich nun allmählich dem Ende zu, Weihnachten steht vor der Tür und die guten Vorsätze fürs neue Jahr werden geplant. Viele Athleten unterbrechen ihren Trainingszyklus in dieser Zeit aufgrund von unterschiedlichen Gründen. Einer der Hauptgründe, welcher gern in diesem Zusammenhang genannt wird, ist die saisonale Schließung der Schießstände. Doch muss diese Pause zwangsläufig sein? An dieser Stelle würde ich Ihnen gerne die folgende Textzeile zitieren: „Ich mach mir die Welt, widewide wie sie mir gefällt“. 

 RedEye©

Wer seine Augendominanz korrigieren möchte, bekommt erneut Unterstüt­zung aus England. Das REDEYE® Eye Dominance Correction Kit besteht aus vier verschieden großen Kunststoffscheibchen, von denen jeweils eines mithilfe eines Magneten an der Schießbrille oder Sehbrille befestigt wird. 

Schießbrillen

Ob in einschlägigen Jagdzeitschriften oder bei uns im Magazin. Die Werbung von Brillen Müller aus Manching mit dem Schützen und der etwas zu groß geratenen Brille strahlt uns immer an. Was ist an Brillen Müller so besonderes? Und was macht seine Brillen so einzigartig. Wir haben uns auf den Weg nach München gemacht und Herrn Müller in seiner Werkstatt besucht.

Hull Schrotpatronen

Wer mit der Herstellung oder dem Vertrieb von Schrotpatronen Geld verdienen will, muss sich ganz schön anstrengen. Schrotpatronen sind schwer, ihr Transport unterliegt Gefahrgutbedingungen und man handelt mit einem – früher hätte man gesagt – Pfennig-

artikel. Schützen möchten nicht viel dafür bezahlen, wer möchte es ihnen verdenken? Je billiger man einkauft, desto mehr kann man schießen. Schrotpatronen werden gerne in Mengen abgenommen, was den Preis zusätzlich drückt. Als es noch den „Eisernen Vorhang“ gab, machten subventionierte Billigimporte aus dem Ostblock Herstellern aus Westeuropa zu schaffen. Auch aus China – man mag es angesichts des Transportwegs kaum glauben – wurden schon Schrotpatronen nach Deutschland importiert. Im Westen Europas wurden Schrotpatronen ebenfalls schon mal subventioniert, wenn die Fabrik zu einem Staatskonzern gehörte. Wegen des großen Wettbewerbsdrucks war es nicht verwunderlich, dass – nur um ein Beispiel zu nennen – vor einigen Jahren die Winchester-Schrotpatronenfabrik in Italien geschlossen wurde. Umso erfreulicher ist, wenn trotz aller Umstände mittelständischen Betrieben das Überleben gelingt, oft wegen des überdimensionalen Einsatzes der Eignerfamilien. Dafür gibt es in Italien schöne Beispiele, aber nicht nur dort. Wer viel mit der Flinte schießt und sich entsprechend häufig auf Schießständen aufhält, kennt irgendwann die Markennamen, die sich in Deutschland etabliert haben. Erfahrene Vertriebsleute brauchen keine Importstatistiken, ihnen genügt ein Blick in die Tonnen und Eimer der Schießstände, um aus den Verpackungen und Hülsen Rückschlüsse auf die Marktanteile zu ziehen. Erstaunlicherweise kommt, trotz eines schwierigen Marktes, von Zeit zu Zeit ein neuer Name hinzu. Manchmal verschwindet er ebenso schnell, wie er gekommen ist. Erfolg oder Misserfolg hängen von der Ernsthaftigkeit ab, mit der der Importeur das Geschäft betreiben will, und von der Liefertreue des Herstellers! Die gleichbleibende Qualität des Produktes ist natürlich eine Grundbedingung, ohne die gar nichts geht. In der englischen Stadt Hull gibt es eine feine Produktion von Schrotpatronen, deren Namen auf der Insel jedes Kind kennt, aber hier weniger bekannt ist. Hin und wieder wurde auch mal nach Deutschland geliefert, eher sporadisch und weniger organisiert. Ich selbst wurde auf Hull besonders aufmerksam, als ich von deren 21-g-Munition hörte, die ich für die Ausbildung von Flintenschützen suchte. Meist war es hierzulande schwierig bis unmöglich, Hull-Schrotpatronen zu erwerben. Das soll nun anders werden!

 

Shothunt PBS 

Über Umwege erreichte die Redaktion die Information, dass es aus Italien einen neuen Gehörschutz gibt. Die Rede war von einem In-Ohr-Gehörschutz, der nicht angepasst werden muss. Mit dem Suchbegriff „Shothunt“ machten wir uns im Netz auf die Suche nach der Firma Euro Sonit. Mithilfe von Ralf Müller von Krieghoff fanden wir schnell den Hersteller und ein paar Tage später hatten wir ein Muster des Modells Shothunt PBS in den Händen.

Auf der IWA 2015 wurde von der Waffenschmiede Beretta der GunPod2 vorgestellt. Nach unserem Kenntnisstand war es das erste Mal, dass Elektronik in einer Serienflinte verbaut wurde. Alle Sportschützen und Jäger, mit denen man über das Thema spricht, winken erst mal ab und schmunzeln über die Hightech-Flinte aus Gardone. Aber was ist der GunPod2 wirklich? Wir haben uns eine Flinte mit GunPod2 angeschaut. Der GunPod2 verbirgt sich im Pistolengriff der Flinte. Im Moment werden einige der Selbstladeflinten mit Elektronik ausgestattet. Unter dem Pistolengriff befindet sich ein Knopf, mit dem man den GunPod2 aktiviert bzw. die Schussfolgen mit dem Smartphone abgleicht. Aber dazu später mehr. Öffnet man den Deckel des GunPods, sieht man ein Kästchen in der Größe einer Streichholzschachtel und eine Batterie, die man ab und an mal wechseln muss. Der Zeitraum wird auf bis zu fünf Jahren beschrieben. Wir hatten leider nicht die Zeit, um das zu verifizieren. In dem Kästchen sollen ein Bewegungssensor, ein GPS-Tracker und eine Uhr verbaut sein, um jeden Schuss mit Uhrzeit und Position zu ermitteln. Somit ist es auch ziemlich einfach, das Gerät zu tauschen, falls es mal Probleme damit gibt. So die Theorie. Zu dem GunPod gehört eine App für das Smartphone. Diese ist im GooglePlay-Shop und in iTunes kostenlos erhältlich. Startet man die App zum ersten Mal wird man nach seinem B-Club-Account bei Beretta gefragt. Hat man noch keinen, kann man sich diesen kostenlos anlegen und man ist startklar. Mit dem Account hat man dann auch Zugang zur Beretta-Cloud.

Lupus

Das Angebot an Reinigungs- und Pflegemitteln ist vielfältig. Ein Grund mehr, sich eine Übersicht zu verschaffen. Wir haben uns die Serie von Lupus angeschaut.

Langzeittest

Frohes neues Jahr an alle Sportschützen! Nach meinem ersten Bericht über die F.A.I.R.® Racing Sporting aus dem Hause Rizzini in dieflinte 5/2015, welcher überwiegend aus technischen Details bestand, möchte ich Ihnen in diesem Artikel die F.A.I.R.® in der Praxis näher ans Herz legen.

Die Niederlande – nicht nur das Land des Käses und der Tulpen

Die Niederlande sind in bekannter Weise ein kleines Land. Dennoch ist es vollgepackt mit weltberühmten Sehenswürdigkeiten. Man kennt Tulpenfelder, Windmühlen, Käsemärkte, Holzschuhe, Grachten, Delfter Blau, innovatives Wassermanagement und Millionen von Fahrrädern. Aber was Flintenschützen unbedingt wissen sollten, die Niederlande haben auch fantastische Schießstände. Niederlande – das wunderschöne Land der vielen Windmühlen, aber auch der schönen Schießstände – heißt jedes Jahr zahlreiche Schützen willkommen.