Flinten für Damen

Manchmal scheint es, als gäbe es so viele verschiedene Lehren des Flintenschießens wie Sterne am Himmel. Wem soll man was glauben, fragen sich nicht nur diejenigen, die zum ersten Mal einen Wurfscheibenstand betreten. Auch mancher Fortgeschittene sucht – manchmal verzweifelt – nach dem roten Faden, der die vermeintlichen Tipps und Tricks verbindet. Dabei ist das Flintenschießen verglichen mit manchen anderen Sportarten relativ einfach. Es gelten die Gesetze der Physik. Um das Schießen mit einer Flinte aus der physikalischen Sicht zu verstehen, muss man nicht Naturwissenschaften studiert haben. Der gesunde Menschenverstand reicht aus, um sich die Prinzipien klarzumachen, auf die es ankommt. Niemand kann sie außer Kraft setzen oder sie umgehen. Wer andererseits glaubt, er könne mit „Taschenrechner und Geodreieck“ erfolgreich Flinte schießen, irrt genauso wie derjenige, der meint, er könne ungestraft gegen die Physik agieren. Denn Flintenschießen ist in einem nicht unerheblichen Ausmaß eine Sache des Gefühls, und doch kommt man nicht daran vorbei, vor seine gefühlten Bewegungen die richtigen Gedanken zu setzen. Nur wer weiß, welche Aktionen zum Erfolg führen können und welche Handlungen einen dauerhaften Erfolg unmöglich machen, kann das umsetzen, was von der Physik her geboten ist. Schnell steht man an einem Scheidepunkt. Man erkennt: Für die richtige Stellung und die richtigen Bewegungen braucht man deutlich mehr Kraft als für die falschen! Deshalb kommt dem optimalen „Werkzeug“ höchste Bedeutung zu. Die wird um so größer, je weniger Kraft einem selbst zur Verfügung steht. Schießt man weiter, ohne eine gute Antwort auf die Flintenfrage zu geben, kann man dem Frust nicht mehr entkommen. Für eine Dame nimmt alles Gute, Richtige und Schöne im Flintenschießen mit der Flinte seinen Anfang. Natürlich nicht nur für eine Dame. Das Gesagte gilt für alle, aber für das „schwache Geschlecht“ gilt es ganz besonders.

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