Einladungsschießen Großparcours in Sörnewitz

Mitten in Sachsen: Zwei Tage Spaß auf dem Parcours

Auch diese Runde hat inzwischen Tradition. Die „Freunde des Jagdparcoursschießens“ laden jedes Jahr von April bis September/Oktober zu 6 bis 8 Wettbewerben im Parcoursschießen ein.

Quer durch Deutschland, z. B. von Wilhelmshaven und Leer im Norden über Coesfeld und Bedburg im Westen bis Schweinitz und eben Sörnewitz im Osten, organisieren die Familien Wolff und Hinderlich Wettkämpfe für den (O-Ton Alfons Wolff) „sportlich ambitionierten Jagdschützen“ im Parcours bzw. Compak – je nachdem, was die Stände hergeben. Der Erfolg dieser Wettkampfserie lässt sich schon allein daran ablesen, dass der Kreis der Interessenten und schließlich auch Teilnehmer von Jahr zu Jahr größer wird.

Am 2. Septemberwochenende also Sörnewitz im Herzen Sachsens. Am Freitag galt es, die Maschinen einzustellen, teils neue Standorte entsprechend der örtlichen Gegebenheiten (z. B. am Maisfeld – extra nur für diesen Tag) auszuwählen. Batterien wurden geprüft und ggf. ausgetauscht, die Magazine gefüllt und die Puller eingewiesen. Alfons Wolff und Bernd Hinderlich hatten zusammen mit Jakob Fronhofen, dem Betreiber der Anlage, alle Hände voll zu tun. Immer unterstützt durch die helfende Hand von Wolfgang Zerbe. Für die Organisation im Vorfeld zeichnete Doris Wolff verantwortlich, Startgeldkassierung und Auswertung lag in den Händen von Tini Hinderlich. Apropos: Das gesamte Startgeld wird nach Abzug der Kosten als Preisgeld ausgeschüttet, dazu kommen dann noch etliche Sachpreise. Stammteilnehmer Ralph Reindorf z. B. betätigt sich immer als Sponsor. Alle Achtung!

Am Samstag gingen 38 Teilnehmer an den Start, darunter immerhin fünf Damen. Punkt 9 Uhr fiel der erste Schuss. Zu beschießen waren fünfmal 25 Scheiben, die unterschiedlicher nicht sein konnten. Ganz normale Scheiben und Rollhasen wechselten sich ab mit Mini, Midi und Battue. Ganz hoch und ganz weit, über Kopf von vorn, von hinten oder als Crosser. Oder auch vom Turm als Unterflur. Oder so nah, dass keine Zeit für einen zweiten Versuch blieb. Gaaanz einfache Scheiben (gibt’s die überhaupt?) und Scheiben, bei denen selbst die Cracks durchaus ihre Probleme hatten. Es war wirklich für jeden etwas dabei. Allerdings wären echte Neulinge wohl völlig verzweifelt ...

Aber es waren zum Großteil sehr erfahrene Schützen am Start. Jüngste Teilnehmer (trotzdem schon sehr erfahren) waren Lisa Huisinga und Armin van Hoorn, ältester Teilnehmer am Samstag war Ernst A. Knigge, am Sonntag Ex-Europameister Joachim Krenkler. Die Jüngsten waren es auch, die am Samstag das Feld rockten. Lisa gewann mit großartigen 104 Treffern, gefolgt von Monika Schmitt mit 86 und Doris Wolff mit 77 Treffern.

Armin wies alle anderen, sonst so erfolgreichen Starter in die Schranken und gewann mit hervorragenden 110 Treffern. Auf dem zweiten Platz landete der erfolgsverwöhnte Alfons Wolff, mit 109 Treffern allerdings nur knapp geschlagen. Jakob Fronhofen konnte seinen Heimvorteil nicht ganz nutzen und wurde mit 107 getroffenen Scheiben Dritter. Den Sieg in der B-Wertung teilten sich Christian Ebner und Fred Bielefeldt mit je 95 Treffern, Dritter wurde hier Joachim Krenkler. Er hatte drei Scheiben weniger getroffen.

Auch in der C-Wertung wurde auf ein Stechen verzichtet. Den Sieg teilten sich Karl-Friedrich Körner und Hans-Joachim Raabe mit je 82 Treffern vor Steffen Köditz, der mit 80 Treffern auf dem dritten Platz landete.

Am Sonntag blieben immerhin 26 Teilnehmer, darunter drei Damen. Zu beschießen waren diesmal insgesamt 100 Scheiben. Der Ablauf wurde allerdings etwas modifiziert. Hier ein Stand um 3 m nach hinten oder um 4 m nach links verlegt, da vom Turm aus dem mittleren Fenster geschossen, statt wie am Vortag aus dem unteren. Schon ergaben sich andere Lichtverhältnisse und damit auch andere Schwierigkeiten.

Monika Schmitt kam mit den geänderten Bedingungen hervorragend zurecht und erreichte mit 81 Treffern fast das gleiche Ergebnis wie am Samstag – bei einer Serie weniger! Damit gewann sie klar die Damenwertung vor Lisa Huisinga mit 77 und Doris Wolff mit 58 Treffern.

Bei den Herren lag Bernd Hinderlich mit 91 Treffern deutlich vorn. Dahinter wurde es verdammt eng. Ralf Schrubstock schob sich mit einer famosen Leistung und der einzigen „Vollen“ des gesamten Wochenendes mit 87 Scheiben auf den zweiten Platz. Nur eine Scheibe weniger hatten Christian Ebner und Alfons Wolff zu verzeichnen, die sich damit einvernehmlich den dritten Platz teilten.

In Klasse B teilten sich Joachim Krenkler und Karl-Friedrich Körner mit je 77 Treffern den Sieg sowie Peter Schmitt und Hans-Joachim Stünkel mit nur einer Scheibe weniger den dritten Platz.

Am Ende eines schönen Wettkampfwochenendes viele zufriedene Gesichter – wenn nur die lange Heimfahrt nicht wäre ...

Text und Fotos: Hans-Joachim Raabe