29. Februar – ein Datum für einen besonderen Wettbewerb

Als uns Corona noch nicht voll im Griff hatte ...
(hjr) Wenn sich dazu schon nur alle vier Jahre die Gelegenheit bietet, sollte man sie auch nutzen. Das dachten sich wohl auch Beate und Jakob Frohnhofen, die Betreiber des Schießplatz Lichteberg bei Sörnewitz und luden ein zum „Schaltjahr-Shoot“ – 100 Scheiben Parcours zum Saisonbeginn.

Wenn die Teilnehmer dann schon mal da sind, kann man doch gleich am nächsten Tag auch noch zu 100 Scheiben English Sporting einladen. Passt. Beide Wettkämpfe zu fairen Konditionen, allerdings auch ohne irgendwelche Preise, auch nicht für die Besten. Schade.

Schade war auch, dass von den für den ersten Tag gemeldeten 36 Teilnehmern nur 28 anreisten. Viele hielten es nicht mal für nötig, sich abzumelden. Das ist nicht fair.

Samstag also. Start 9 Uhr, der Wetterbericht hält zum Glück nicht, was er angekündigt hatte. Es ist erwartungsgemäß zwar recht kühl, aber trocken. Am Nachmittag zeigt sich vereinzelt sogar die Sonne. Die Rotten sind fix gefunden – auf geht’s!

Statt der ursprünglich angekündigten 100 Scheiben wurden dann allerdings bloß 95 geworfen. Die letzte Runde bestand nur aus 20 statt der üblichen 25 Scheiben, irgendwer muss sich da wohl „verzählt“ haben ...

Egal, es war alles dabei, auch einige verdammt weite, die etliche Starter vor ziemliche Probleme stellten. Einer ließ sich jedoch von Anfang an nicht beirren. Ralf Schrubstock zeigte mit 88 getroffenen Scheiben und damit einer Quote von fast 93 % (es waren ja nur 95 zu beschießen) eine grandiose Leistung. Mit sechs Treffern weniger landete Christian Ebner auf dem 2. Platz. Dritter wurde mit 79 Treffern Reinhold Winterl.

Sonntag, wieder 9 Uhr, aber nur 23 Starter. Der Tag verwöhnte mit recht viel Sonne, wenn das auch beim Parcours nicht auf allen Ständen von Vorteil ist. Diesmal also English Sporting, 49 Doubletten, dazu zwei Einzeltauben als Bonus, sehr schön präsentiert. Auf einem Stand nur Rollhasen. Das behagte manchem Starter überhaupt nicht. Beim nächsten Stand wiederum nur weite, schnelle „Tauben“. Einige Starter, die kurz zuvor ob der „leichten“ Rollhasen noch lächelten, verkniffen nun die Augen. Oder andersherum. Aber keine Scheibe ist so einfach, als dass man(n) sie nicht auch vorbeischießen könnte ...

Kurz, alle hatten ihren Spaß. Der Wettkampf lief zügig ab, es gab wenig Bruch. Bei dem überschaubaren Starterfeld war das Pensum trotz einer kleinen Mittagspause ruckzuck absolviert. Bester des zweiten Tages war Christian Ebner mit immerhin 88 Treffern. Hätte es ein paar kleine Preise gegeben, hätte sich Hausherr Jakob Frohnhofen selber beschenken können – er landete mit 81 Treffern auf dem zweiten Platz. Mit jeweils 78 Treffern teilten sich J. Schneider und R. Winterl einvernehmlich den dritten Platz.

Ein schönes Wettkampfwochenende ging recht zeitig zu Ende mit der Hoffnung auf eine baldige Wiederholung.

Die Ergebnisse und weitere Fotos sollten unter www.schiessplatz-lichteberg.de zu finden sein.

Text und Fotos: Hans-Joachim Raabe